Die 20 wichtigsten Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer 2025 : Wirtschaft, Einwanderung und weltweite Spannungen im Mittelpunkt der Ängste

z
Jedes Jahr liefert der Barometer der Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer Einblick in das, was die Bevölkerung wirklich bewegt. Für die Ausgabe 2025 zeigt sich deutlich: Fragen des Kaufkrafts bleiben dominant, doch internationale Spannungen und die Auswirkungen großer Mächte, insbesondere der Vereinigten Staaten, prägen zunehmend die öffentliche Debatte.
Die Studie, die bei mehr als 2000 Bürgerinnen und Bürgern in der ganzen Schweiz durchgeführt wurde, bringt ein Gemisch aus wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und geopolitischen Sorgen zum Vorschein. In diesem Panorama gewinnen manche Themen an Intensität, während sich andere dauerhaft in den Prioritäten des Landes verankern.

Kaufkraft  die Sorge Nummer eins der Schweizerinnen und Schweizer

Der stärkste Trend im Barometer 2025 bleibt das Thema Geld. In verschiedenen Ausprägungen dominieren wirtschaftliche Sorgen die Rangliste deutlich.
Krankenversicherungsprämien: der Ausgabeposten, der am meisten beunruhigt
Mit 45 % der Befragten bleibt die Höhe der Krankenversicherungsprämien der Punkt, der am meisten Sorgen bereitet. In der Schweiz, wo das Versicherungssystem obligatorisch und kostenintensiv ist, steht dieses Thema Jahr für Jahr an der Spitze der Prioritäten.
Der stetige Anstieg der Prämien, oft über dem Lohnwachstum, belastet die Haushaltsbudgets zunehmend — das erklärt, warum diese Sorge an erster Stelle bleibt.
Die Zukunft der AHV und finanzielle Sicherheit
Mit 30 % gehört die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) ebenfalls zu den großen Sorgen. In einem Land mit rapide alternder Bevölkerung fürchten viele Menschen um die Tragfähigkeit des Rentensystems und die künftige Höhe der Renten.
Die Frage der Finanzierung, die häufig im Zentrum politischer Debatten steht, befeuert diese Sorge stark.
Zugang zum europäischen Markt und Wettbewerbsfähigkeit
Das Rahmenabkommen mit der Europäischen Union und der Zugang zum europäischen Markt werden von 25 % der Befragten genannt.
Für ein stark exportorientiertes Land sind die Beziehungen zur EU essenziell. Die Unsicherheit rund um die Verhandlungen und mögliche Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft nähren die Sorgen der Wählerschaft.
Mietanstieg und Prekarität der Jüngeren
Der Druck auf dem Wohnungsmarkt wird ebenfalls kritisiert:
• 24 % geben an, vom Anstieg der Mieten besorgt zu sein
• 13 % sprechen von wachsender Armut unter den jungen Generationen
• 12 % nennen die Steuerbelastung als Spannungsquelle
• 11 % erwähnen die Inflation
Diese Zahlen zeigen, dass die Schweizerinnen und Schweizer die steigenden Lebenshaltungskosten direkt spüren — sowohl Familien als auch junge Erwerbstätige sind betroffen.

Umwelt ein weiterhin vorrangiges Anliegen

Nach den wirtschaftlichen Fragen nimmt das ökologische Thema den zweiten Platz in der Rangliste ein.
31 % der Befragten nennen den Umweltschutz, den Klimawandel und ökologische Katastrophen.
Die Schweiz ist stark von sichtbaren Folgen des Klimawandels betroffen:
• beschleunigtes Gletscherschmelzen,
• erhöhte Überschwemmungsrisiken,
• Erdrutsche,
• Temperaturanstieg in den Höhenlagen.
Diese regelmäßig dokumentierten Phänomene erklären, warum Umweltfragen für einen großen Teil der Bevölkerung weiterhin von Bedeutung sind.

Einwanderung und Aufnahme von Flüchtlingen: eine weiterhin lebhafte Debatte

Migrationsfragen nehmen einen wichtigen Platz in den Köpfen ein:
• 30 % nennen Einwanderung und Freizügigkeit,
• 27 % machen sich Sorgen um die Verwaltung von Flüchtlingen und die Asylpolitik.
Eine Tradition der Aufnahme, aber ein komplexer Diskurs
Die Schweiz hat eine lange Aufnahmegeschichte und einen bedeutenden Ausländeranteil, doch Fragen zur Arbeitskraft, Integration und zur Belastung der Infrastruktur sorgen für wiederkehrende Debatten.
Die weltweite Geopolitik, Konflikte sowie der Arbeitsmarkt verstärken die Aufmerksamkeit für diese Themen.
Zunehmende internationale Spannungen
Die auffälligste Neuerung im Barometer 2025 betrifft geopolitische Sorgen. Die Schweizer verfolgen die Entwicklung einer instabiler gewordenen Welt aufmerksam.
Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen
14 % der Befragten erwähnen den Krieg in der Ukraine.
Obwohl der Konflikt nicht an den Toren der Schweiz stattfindet, wirkt er sich auf die Schweiz in verschiedener Hinsicht direkt aus:
• steigende Energiepreise,
• Handelskonflikte,
• humanitäre Angelegenheiten,
• Debatten über die Neutralität.
Schweizer Neutralität: wachsende Sorge
13 % der Antwortenden äußern Besorgnis über einen möglichen Verlust der Neutralität.
Dieses historische Fundament der Schweizer Politik wird weithin als Schlüssel zur Stabilität des Landes angesehen.
Der Konflikt im Nahen Osten
Mit 9 % der Nennungen tauchen auch die Spannungen im Nahen Osten in der Rangliste auf.
Die Region, die oft instabil ist, zieht Aufmerksamkeit aufgrund ihrer weltweiten Auswirkungen auf Energie, Sicherheit und Migrationsbewegungen auf sich.
Das Erscheinen von Donald Trump im Weißen Haus: ein Schock im Ranking
Dies ist die größte Überraschung der Ausgabe 2025.
Die Sorge im Zusammenhang mit der Präsidentschaft von Donald Trump macht einen spektakulären Sprung: vom 41. Rang im Jahr 2024 auf den 8. Rang in diesem Jahr.

In nur wenigen Monaten hat die Rückkehr Trumps an die Spitze der USA wiederbelebt

• geopolitische Ängste,
• Handelskonflikte,
• Unsicherheiten bezüglich internationaler Allianzen,
• das Risiko von Eskalationen in verschiedenen Weltregionen.
Der Einfluss der USA auf die Welt-Diplomatie und die Finanzmärkte erklärt, weshalb dieses Thema für viele Schweizerinnen und Schweizer zentral geworden ist.
Der Barometer der Sorgen 2025 zeigt ein Land an der Schnittstelle zahlreicher Herausforderungen. Wirtschaftliche Sorgen bleiben vorrangig, doch Umweltfragen, Migration und die Weltpolitik nehmen inzwischen ebenfalls starken Raum in der öffentlichen Debatte ein.
Vor dem Hintergrund eines instabilen internationalen Kontexts und andauernder innerstaatlicher Herausforderungen sind die Schweizerinnen und Schweizer stärker denn je sensibilisiert für die Verbindung von finanzieller Sicherheit, politischer Stabilität und ökologischer Zukunft.
Diese Trends dürften die Diskussionen im Laufe des Jahres weiter prägen, in einem Umfeld, in dem globale Entwicklungen die nationalen Sorgen zunehmend beeinflussen.

Rosita

Lascia un commento

Il tuo indirizzo email non sarà pubblicato. I campi obbligatori sono contrassegnati *